Sehenswürdigkeiten, Sagen & Kultur – die Stopps, die eine Tour erst rund machen.
Kultur & Sagen
Sauerländer Sagen aus Wäldern und Höhlen
Das Sauerland gilt unter Sagenforschern als eine der sagenreichsten Landschaften Mitteleuropas – eine Welt aus Riesen und Zwergen, Hexen und Dämonen, Werwölfen und Geisterhunden, Untoten und Wiedergängern. Wer die Region mit dem Motorrad befährt, fährt durch eine Kulisse, die diese Geschichten getragen hat: einsame Höhenrücken, dunkle Wälder, schroffe Felsen. Einige Sagen lassen sich direkt mit Stopps auf der Route verbinden.
Abfahrt ins Tal mit Blick auf den Ort
An den Bruchhauser Steinen ranken sich gleich mehrere Überlieferungen. Der Ravenstein war der Überlieferung nach Zufluchtsort von Hexen, die dort ihre Riten abhielten und über magische Kräfte verfügten. Im Goldstein wiederum soll ein Schatz liegen, bewacht von einem Drachen – der Name des Felsens lässt sich allerdings auch nüchtern erklären, nämlich mit den golden schimmernden Quarzeinschlüssen im Gestein. Beides gehört zum Felsmassiv, das schon in vorchristlicher Zeit eine Wallanlage trug und dem Menschen seit Jahrtausenden als Ort von besonderer Bedeutung galt – ein Hintergrund, der die Sagenbildung verständlich macht.
Entlang der Sauerland-Waldroute, die quer durchs nördliche und mittlere Sauerland zieht, sind Sagenstationen eingerichtet, die die mündlich überlieferten Geschichten der Region am Wegesrand aufgreifen – ein Hinweis darauf, wie selbstverständlich Sage und Landschaft hier zusammengehören. Im benachbarten Hönnetal, dem Karst- und Höhlengebiet zwischen Hemer und Balve, hat sich ebenfalls ein dichter Bestand an Sagen und Märchen erhalten, der von Vereinen und Heimatkundlern gesammelt wurde.
Belegt ist an diesen Geschichten nichts, überliefert dagegen viel – und genau das gibt den Felsen, Höhlen und Talsenken eine Tiefe, die bei zügiger Durchfahrt untergeht. Ein kurzer Halt an den Bruchhauser Steinen, mit Blick auf die vier Vulkanfelsen über dem Wald, macht nachvollziehbar, warum dieser Ort über Jahrhunderte Stoff für Erzählungen geliefert hat.
Hochsauerland und Märkisches Sauerland: zwei Reviere unter einem Namen
Der Osten und der Westen der Region haben wenig gemeinsam außer dem Namen. Das Hochsauerland um Winterberg, Schmallenberg, Medebach und Brilon ist dünn besiedelt, großflächig bewaldet und vom Tourismus geprägt. Ortsdurchfahrten sind selten, die Abstände zwischen den Dörfern groß, die Straßen entsprechend lang am Stück fahrbar. Eine halbe Stunde ohne Ortsschild und ohne Ampel ist hier keine Seltenheit.
Das Märkische Sauerland um Lüdenscheid, Altena, Werdohl, Plettenberg, Iserlohn und Hemer ist Industrieland in engen Tälern. Draht, Metallverarbeitung, Kunststoff und Beleuchtungstechnik sitzen dort, wo Wasserkraft und Bahn hinkamen — in der Sohle von Lenne, Volme und Hönne. Die Folge für die Strecke: viel Werks- und Berufsverkehr auf den Talstraßen, dicht gestaffelte Ortsdurchfahrten mit Tempolimits und Ampeln, dafür oben auf den Höhen ein sehr feines Netz kurzer, enger Verbindungen zwischen den Tälern. Man fährt hier weniger lange Bögen und mehr Wechsel, und man kommt seltener aus dem dritten Gang heraus.
Auch die Wasserwirtschaft sieht anders aus. Statt der großen Tourismusseen liegen im Westen kleinere Talsperren wie Verse, Oester, Fürwigge, Glör und Ennepe zwischen den Bergrücken — waldumschlossen, ohne Promenade, mit deutlich weniger Betrieb an den Ufern.
Ein Faktor kommt seit der Vollsperrung der Rahmedetalbrücke bei Lüdenscheid Ende 2021 dazu: Der Ausweichverkehr der Sauerlandlinie liegt seither im nachgeordneten Netz. Auf den Landstraßen rund um Lüdenscheid ist mit mehr Lkw und längeren Kolonnen zu rechnen als in der übrigen Region, solange der Ersatzneubau nicht durchgängig befahrbar ist.
Die Höhenachse über den Rothaarkamm
Der Rothaarkamm ist die einzige durchgehende Höhenlinie der Region und zugleich eine Wasserscheide: Nach Westen und Süden entwässern Ruhr, Lenne, Sieg und Lahn zum Rhein, nach Osten Eder und Diemel zur Weser. Die Quellgebiete liegen dicht beieinander; Ruhr und Lenne entspringen im Umfeld von Winterberg und dem Kahlen Asten, Sieg und Lahn auf der Südabdachung, die Eder im Wittgensteiner Bergland.
Fahrerisch ist wichtig, dass es keine durchgehende Kammstraße gibt. Der Rücken selbst trägt den Fernwanderweg, der von Brilon nach Süden bis ins Dillenburger Land zieht; der Asphalt quert den Kamm überwiegend rechtwinklig. Eine Höhenrunde besteht deshalb aus aneinandergereihten Übergängen: hinauf aus einem Tal, ein Stück über die offene Hochfläche, hinunter ins nächste. Zum Kahlen Asten führt eine Stichstraße hinauf, kein Durchgang — man fährt hin und denselben Weg zurück, was viele bei der Planung übersehen.
Die Kammlinie ist auch eine Wettergrenze. Die westliche Anströmung regnet sich am Anstieg ab, die Ostseite liegt häufiger im Lee und bleibt trockener. Zwischen Talsohle und Hochfläche liegen leicht mehrere Grad, dazu Wind, der auf den baumfreien Kuppen ungebremst quer über die Fahrbahn steht — spürbar vor allem an den Übergängen von Waldschneise auf offene Fläche. Die Windkraftanlagen auf den Höhenzügen sind inzwischen der zuverlässigste Orientierungspunkt in einer Landschaft, die von oben aus lauter ähnlichen Kuppen besteht.
Porphyr und Massenkalk: Felsen und Höhlen als Fahrziele
Die auffälligen Ziele abseits der Straße folgen der Geologie, und die ist im Sauerland zweigeteilt. Im Osten stehen die Bruchhauser Steine über Olsberg — Quarzporphyr, also erstarrtes Vulkanmaterial, das der Verwitterung länger standgehalten hat als das umgebende Schiefergestein und deshalb heute als Felsgruppe aus dem Wald ragt. Vergleichbares gibt es in der Region kaum ein zweites Mal, was den Rang dieser Kuppe erklärt.
Alle größeren Höhlen dagegen liegen in einem schmalen Band devonischen Riffkalks, das sich vom Raum Iserlohn und Hemer über Balve und Warstein Richtung Brilon zieht, mit einem zweiten Vorkommen um Attendorn im Süden. Kalk löst sich in kohlensäurehaltigem Sickerwasser, Schiefer nicht — deshalb gibt es Karst, Dolinen, Trockentäler und Schauhöhlen ausschließlich dort und nirgends auf den Rothaarhöhen. Das Hönnetal zwischen Menden und Balve ist die eindrucksvollste Strecke dieses Bandes: Kalkfelsen unmittelbar an der Fahrbahn, dazwischen die Betriebe des Kalkabbaus, die dieselbe Geologie wirtschaftlich nutzen. Die Balver Höhle mit ihrem großen offenen Portal wird bis heute als Veranstaltungsraum genutzt, die Atta-Höhle bei Attendorn wurde 1907 bei Sprengarbeiten in einem Steinbruch angefahren.
Für die Tourenplanung heißt das: Fels und Höhle liegen im Westen und Norden der Region, nicht in den Hochlagen. Und sie kosten Zeit — alle diese Ziele erreicht man zu Fuß, das Motorrad bleibt am Parkplatz.
Zwei Veränderungen, die man auf jeder Runde bemerkt
Wochenendverkehr aus dem Ballungsraum
Das Sauerland ist das nächstgelegene Mittelgebirge für einen Ballungsraum mit mehreren Millionen Einwohnern, und an schönen Wochenenden ist das messbar. Der Verkehr besteht dann nicht aus Durchgangs-, sondern aus Ausflugsverkehr: Wohnmobile und Anhänger auf den Zufahrten zu den Seen, Radfahrer auf den Talstraßen, volle Wanderparkplätze, wendende und rückwärts einparkende Fahrzeuge an Aussichtspunkten, Fußgänger auf den Staumauern. Dazu die üblichen Motorradkolonnen auf den bekannten Achsen. Für zügiges Fahren verlegt man die Runde auf Werktage oder auf die frühen Stunden; ab dem späten Vormittag bestimmt an den Seen der Ausflugsbetrieb das Tempo, nicht die Streckenführung.
Kahlflächen statt Fichtenwand
Die Trockenjahre ab 2018 und der anschließende Borkenkäferbefall haben die Fichtenbestände großflächig zerstört. An vielen Hängen stehen heute Kahlflächen, junge Mischkulturen oder Pionierbewuchs, wo bis vor wenigen Jahren geschlossener Nadelwald bis an die Straße reichte. Das Landschaftsbild ist dadurch offener geworden: Aussichten haben sich ergeben, wo früher keine waren, und die Höhenzüge sind untereinander sichtbar. Praktisch bringt der Umbau viel Forstbetrieb mit sich — Holzpolter an den Fahrbahnrändern, Rückegassen, die auf die Straße münden, Erdreich und Rindenreste nach der Abfuhr, dazu schwere Transporte auf Kreisstraßen, die dafür nicht gebaut wurden. Ausgebrochene Fahrbahnränder und frische Flickstellen sind auf den kleinen Verbindungen in den Forstgebieten die Regel, nicht die Ausnahme.
Über den Kamm: Anschluss ans Siegerland und Wittgensteiner Land
Südlich des Rothaarkamms endet das Sauerland, das Bergland aber nicht. Das Wittgensteiner Land um Bad Berleburg, Erndtebrück und Bad Laasphe schließt direkt an: sehr waldreich, sehr dünn besiedelt, mit großen Abständen zwischen den Orten und langen Waldpassagen zwischen den Tälern von Eder und Lahn. Der Fahrcharakter ähnelt dem Hochsauerland, der Verkehr ist noch geringer — für eine Verlängerung nach Süden ist das der naheliegende Anschluss.
Weiter westlich liegt das Siegerland um Siegen, Netphen, Hilchenbach und Kreuztal, und dort sieht der Wald anders aus. Über Jahrhunderte wurde er als Hauberg bewirtschaftet: Eichen-Niederwald, in kurzen Umtrieben geschlagen, die Rinde für die Lohgerberei, das Holz zu Holzkohle verkohlt für die Eisenverhüttung. Der Siegerländer Erzbergbau, der diesen Betrieb trug, endete in den 1960er-Jahren, die Haubergsflächen mit ihren gleichaltrigen, stockausschlagenden Eichenbeständen prägen die Hänge aber weiterhin — ein anderer Waldtyp als die Fichtenforsten im Norden, entsprechend anders wirken die Strecken darin.
Für die Planung heißt der Übergang vor allem: mehr Höhenmeter am Stück. Die Wege von der Sauerländer Seite hinüber laufen über den Kamm, mit langen zusammenhängenden Anstiegen und Abfahrten statt der kurzen Wechsel, die weiter nördlich üblich sind. Zwei Regionen an einem Tag sind machbar, aber es ist eine ganze Tagesetappe und keine Erweiterung im Vorbeifahren.
Bruchhauser Steine, Atta-Höhle und Kahler Asten: die Ziele im Sauerland
Die sehenswerten Ziele des Sauerlands liegen fast alle am Ende einer kurvigen Anfahrt, und an den meisten gibt es eine Fläche, auf der das Motorrad sicher steht. Die folgende Auswahl lässt sich ohne größeren Umweg in die Tagesrunden einbauen.
Bruchhauser Steine bei Olsberg
Die Bruchhauser Steine auf dem Istenberg (727 m) nordöstlich von Olsberg-Bruchhausen sind ein nationales Naturmonument und eines der markantesten Naturwunder Westfalens. Vier gewaltige Vulkanfelsen ragen aus dem Wald: Feldstein, Ravenstein (rund 72 m), Bornstein (mit etwa 92 m Felshöhe der höchste) und Goldstein (rund 60 m). Nur der Feldstein ist über eine gesicherte Stiege für die Öffentlichkeit zugänglich; sein Gipfel liegt auf rund 756 m und bietet einen weiten Rundblick über das Hochsauerland. Der Zugang ist kostenpflichtig (Tagesticket um die 5 Euro für Erwachsene, dazu ein einmaliges Parkentgelt von etwa 3,50 Euro). Es gibt einen ausgewiesenen Besucherparkplatz am Fuß des Bergs, von dem aus ein Fußweg hinaufführt – das Motorrad bleibt also unten, der Felsbesuch ist eine leichte Wanderung.
Atta-Höhle in Attendorn
Die Atta-Höhle in Attendorn gehört zu den größten Tropfsteinhöhlen Europas; rund 1.800 Meter davon sind als Schauhöhle begehbar, was ihr den Beinamen „Königin unter den Tropfsteinhöhlen" eingetragen hat. Untertage liegt die Temperatur ganzjährig bei rund 9 °C – an heißen Sommertagen der kühlste Halt der Region. Die Höhle liegt im Bereich des Biggesees und passt damit direkt in die Biggesee-Runde. Führungen gibt es das ganze Jahr über, die regulären Eintrittspreise liegen bei rund 14,50 Euro für Erwachsene und 7,50 Euro für Kinder. Parkflächen liegen am Höhleneingang.
Kahler Asten und Hochheideturm
Der Kahle Asten (841 m) südwestlich von Winterberg ist der bekannteste Berg des Sauerlands und trägt auf der höchstgelegenen Hochheide Nordrhein-Westfalens eine Wetterstation sowie den historischen Astenturm (von 1895, seit 1900 unter Denkmalschutz) mit Aussichtsturm und Restaurant. Auf dem benachbarten Neuen Hagen steht der Hochheideturm – beide Aussichtspunkte gehören zu den lohnendsten Panoramen der Region. Am Astenturm gibt es einen großen Parkplatz direkt an der Zufahrtsstraße, der auch Motorrädern Platz bietet; an schönen Wochenenden ist er entsprechend voll.
Wildwald Vosswinkel bei Arnsberg
Der Wildwald Vosswinkel im Lürwald bei Arnsberg ist ein weitläufiges Wildgehege und Naturerlebnis-Areal mit heimischem Wild auf großen Freiflächen – ein guter Familien- oder Pausenstopp am Rand der Möhnesee- und Arnsberger-Wald-Runden. Ein Besucherparkplatz ist vorhanden.
Besucherbergwerke und Schauhöhlen: das Programm für Regentage
Das Sauerland ist Bergbau- und Industrieland: Über Jahrhunderte wurde hier Schiefer gebrochen, Erz gefördert und Metall verhüttet. Ein Teil dieser Anlagen ist bis heute begehbar, und darin liegt der praktische Vorteil der Region an verregneten Tagen. Höhlen und Besucherbergwerke liegen unter Tage; was oben am Himmel passiert, spielt dort keine Rolle mehr.
Sauerländer Besucherbergwerk Ramsbeck
Im Sauerländer Besucherbergwerk Ramsbeck (Gemeinde Bestwig, im Valmetal) wurden bis zur endgültigen Stilllegung im Januar 1974 Blei- und Zinkerze gefördert; älteste Bergbauspuren am Bastenberg reichen nach heutiger Forschung bis ins 14. Jahrhundert zurück. Noch im Jahr der Schließung wurde das Bergwerk für Besucher geöffnet. Höhepunkt ist die Fahrt mit der ratternden Grubenbahn tief in den Berg hinein, vorbei am gewaltigen untertägigen Doppeltrommel-Förderhaspel und dem Blindschacht, der rund 420 Meter in die Tiefe führt. Das zugehörige Bergbaumuseum im ehemaligen Verwaltungs- und Kauengebäude (seit 2020 denkmalgeschützt) zeigt Maschinen, Werkzeuge und Ausrüstung der Bergleute. Untertage ist es konstant kühl – warme Kleidung mitnehmen.
Dechenhöhle und Deutsches Höhlenmuseum in Iserlohn
Die Dechenhöhle bei Iserlohn wurde 1868 zufällig von Eisenbahnarbeitern entdeckt. Die rund 900 Meter lange Tropfsteinhöhle ist auf etwa 400 Metern begehbar. Direkt nebenan liegt das Deutsche Höhlenmuseum Iserlohn – das einzige Höhlenmuseum in Nordrhein-Westfalen. Es zeigt bedeutende Funde aus der Höhle, darunter das nahezu vollständige Skelett eines jungen Höhlenbären, das im Jahr 2000 in der Dechenhöhle geborgen wurde, sowie den 1993 entdeckten Schädel eines Waldnashorns. Feste Führungszeiten und überdachter Ablauf machen den Stopp wetterunabhängig.
Heinrichshöhle in Hemer
Die Heinrichshöhle in Hemer-Sundwig (Märkischer Kreis, nördliches Sauerland) ist ein etwa 320 Meter langer Schauteil des insgesamt rund 3,5 Kilometer langen Perick-Höhlensystems. Bekannt ist sie für ihre Höhlenbären-Funde: Insgesamt 18 vollständige Skelette von Höhlenbären (Ursus spelaeus) wurden hier ausgegraben. Beeindruckend für Besucher sind ein 2,35 Meter langes komplettes Höhlenbärenskelett und ein lebensgroßes Modell des Tiers. Ein lohnender, kühler Stopp im Übergang zum Hönnetal.
Für alle Höhlen und Bergwerke gilt dasselbe: konstant um die 9 °C, dazu ein feuchter und oft rutschiger Boden. Festes Schuhwerk und eine zusätzliche Schicht unter der Motorradjacke machen aus dem Rundgang mehr als einen Frösteltermin. Die Öffnungszeiten unterscheiden sich zwischen Sommer- und Winterhalbjahr.
Landschafts-Highlights, die du mit dem Motorrad erreichst
Kahler Asten & Astenturm
Mit 841 m der markanteste Gipfel über Winterberg und der höchste per Asphalt erreichbare Punkt in Nordrhein-Westfalen. Vom Astenturm reicht der Rundblick weit über das Rothaargebirge.
Anfahrt
Ab Winterberg über die B480 und die Astenstraße direkt zum Gipfelparkplatz.
Motorrad-Parken
Kostenpflichtiger Gipfelparkplatz unmittelbar am Astenturm; Motorräder stellen dort ab.
Öffnungszeiten
Gipfelplateau und Hochheide frei zugänglich; die Turm-Aussicht ist an die Öffnungszeiten der Gastronomie gebunden, kleiner Eintritt.
Höhe/Aussicht
Gipfel 841 m, Aussichtsplattform des Astenturms auf rund 862 m.
Bruchhauser Steine
Vier Felsen aus kieselsäurereichem Vulkangestein auf dem Istenberg, seit 2017 Nationales Naturmonument und das erste Felsen-Naturmonument Deutschlands. Der Feldstein ist über gesicherte Stufen begehbar.
Anfahrt
Ab Olsberg oder aus Richtung Brilon/Willingen über die K47 nach Bruchhausen, dort ausgeschilderte Auffahrt zu den Steinen.
Motorrad-Parken
Kostenpflichtige Parkplätze unterhalb der Steine am Info-Center; kostenfrei im Ort Bruchhausen mit anschließendem Fußweg.
Öffnungszeiten
März bis Oktober Di–So 10–18 Uhr, November bis März Sa–So 10–15 Uhr; Besucherentgelt.
Höhe/Aussicht
Feldstein 756 m, Istenberg 728 m; Rundblick bis ins Münsterland.
Möhnesee-Sperrmauer
Die rund 40 m hohe und etwa 650 m lange Staumauer von 1913 staut den größten See des Sauerlands. In der Nacht zum 17. Mai 1943 wurde sie im britischen Luftangriff „Operation Chastise“ zerstört; heute ist die wieder aufgebaute Mauer ein ruhiger Foto-Stopp am Nordrand der Region.
Anfahrt
Ab der A44-Anschlussstelle Soest/Möhnesee über die B229 nach Delecke, von dort zur Sperrmauer.
Motorrad-Parken
Direkt an der Mauer ist Motorrad-Parken nicht mehr erlaubt; kostenpflichtiger Parkplatz an der Mauer oder kostenfrei in Günne mit kurzem Fußweg.
Öffnungszeiten
frei zugänglich
Robert-Kolb-Turm auf der Nordhelle
Der 18 m hohe Aussichtsturm von 1913 steht auf der Nordhelle, mit 663 m der höchsten Erhebung des Ebbegebirges im westlichen Sauerland. Weite Fernsicht über die bewaldeten Höhen des Märkischen Kreises.
Anfahrt
Über Herscheid oder Meinerzhagen ins Ebbegebirge; Zufahrt bis zum Wanderparkplatz an der Nordhelle.
Motorrad-Parken
Wanderparkplatz an der Nordhelle; von dort kurzer Fußweg zum Turm.
Öffnungszeiten
frei zugänglich
Höhe/Aussicht
Nordhelle 663 m, Turmhöhe 18 m.
Biggetalsperre (Biggesee)
Mit rund 172 Mio. m³ Stauraum die größte Talsperre des Sauerlands, zwischen Attendorn im Norden und Olpe im Süden. Uferstraßen und die Talbrücken über den See gehören zu vielen Runden im Südsauerland.
Anfahrt
Am Südufer queren B54 und B55 den See; Zufahrt über die A45-Anschlussstellen Olpe oder Drolshagen.
Motorrad-Parken
Ausgewiesene Parkplätze an den Anlege- und Freizeitstellen rund um den See.